Hilfe für Schwerstkranke

Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung unterstützt den Aufbau der Palliativversorgung

Robert Flörchinger, Geschäftsführer des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis, Ernst Georg Zimmermann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst (AGH) und Annette Böhmer, Fachbereichsleiterin sind sehr dankbar. Die Initiatoren des Arbeitskreises zur Palliativversorgung können aus den Händen von Jens Pröscher, Vorstandsvorsitzender der Main-Kinzig und Oberhessenstiftung, sowie von Roland Trageser, Vorstandsmitglied der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen, zum wiederholten Male eine großzügige Spende entgegen nehmen.

Mit 5.000 Euro wird eine nachhaltige Förderung für den Ausbau des Netzwerks zur Versorgung Schwerstkranker und Sterbender gerade für die Regionen Gelnhausen und Schlüchtern unterstützt. 2007 wurde die gesetzliche Grundlage geschaffen nach der schwerstkranke und sterbende Menschen über die Krankenversicherung Anspruch auf palliative, medizinische und pflegerische Behandlung in der häuslichen oder familiären Umgebung haben. Mit der sogenannten Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) soll dem Wunsch vieler Patienten entsprochen werden, bis zu ihrem Tod im vertrauten Umfeld bleiben zu können. Mit dem Palliativteam Hanau verbindet die Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst bereits eine sehr gute Kooperation. Die Zusammenarbeit im Netzwerk ist zuverlässig und unbürokratisch. Für die flächendeckende Palliativversorgung im mittleren und östlichen Main-Kinzig-Kreis ist langer Atem gefragt. Weite Wege und eine geringe Bevölkerungsdichte erweisen sich schwierig für den Aufbau der palliativen Versorgung in diesem Gebiet.

Datenbank für Hilfesuchende im Main-Kinzig-Kreis eingerichtet

Die Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst wird dennoch nicht müde, das Thema aktuell zu halten. Nach dem Aufbau einer Internet-Datenbank zu den unterschiedlichsten Professionen, die im gesamten Main-Kinzig-Kreis Palliativversorgung anbieten, bleibt das Ziel der verbesserten Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen bestehen. In der Datenbank finden Hilfesuchende neben niedergelassenen Ärzten mit Palliativ-Zusatzausbildung auch Ansprechpartner/-innen im Bereich Pflege oder Seelsorge, Psychosoziale Begleitung und ambulante Hospizdienste bis hin zu Apotheken und Sanitätshäusern, die spezielle Hilfs- und Pflegeprodukte im Angebot führen. Nach wie vor ist den Menschen des östlichen Main-Kinzig-Kreises der Zugang zur ambulanten Palliativen Versorgung nur in Einzelfällen bzw. über ihren Hausarzt möglich.

Spende zur Fortbildung des Palliativ-Teams

Die großzügige Spende der Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung wird für Netzwerkaktivitäten sowie Angebote von Fortbildungsveranstaltungen für das künftige Palliativ-Team eingesetzt. Durch die Kooperation mit dem Kreisgesundheitsamt, den politisch Verantwortlichen, den Hausärzten und den weiteren Mitgliedern des Palliativen Netzwerks rückt das Ziel einer guten Versorgung der Bürger damit wieder ein gutes Stück näher. Weitere Informationen: www.palliativnetz-mkk.de