Segnung des renovierten Büchereiraumes / Stiftung beteiligt sich an Kosten

Bei der offiziellen Übergabe und Segnung des renovierten Raumes der Volksbücherei im Sturmiushaus überbrachten Norbert Ross und Michael Harth eine Förderung in Höhe von 5 000 Euro. Pfarrer Christoph Rödig (von links), die Büchereileiterin Ines Fischer, Michael Harth, Norbert Ross von der Oberhessenstiftung und Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz freuten sich über die Neugestaltung. Foto: huth 

Bücher ins rechte Licht gerückt

Freigericht-Somborn (hjh). In den ersten Stock des Sturmiushauses, dem Pfarrzentrum an der St.-Anna-Kirche in Freigericht-Somborn, waren Sponsoren, Handwerker und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen eingeladen, um der Segnung des renovierten Raumes der Bücherei beizuwohnen und auf einen überaus gelungenen Umbau anzustoßen. Ines Fischer, seit 2001 fest angestellte Leiterin der Bücherei, begrüßte die Gäste, darunter Pfarrer Christoph Rödig, Mitglieder des Pfarrverwaltungsrates, Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz und Vertreter der Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung der Volks-und Raiffeisenbank, Norbert

Ross und Michael Harth.

Norbert Ross ist Stiftungsvorstand und hat zusammen mit Michael Harth dafür gesorgt, dass die Stiftung sich mit 5 000 Euro an den Gesamtkosten von rund 33 500 Euro beteiligte. Sowohl Norbert Ross wie auch Michael Harth sprachen in ihren kurzen Grußworten davon, dass sie gerne dem Antrag auf Bezuschussen des Projektes „Bücher ins Licht setzen“ zugestimmt hatten. In dem Antrag hatte die Pfarrgemeinde St. Anna dargelegt, dass der Raum der Bücherei mit veralteter Lichttechnik ausgestattet war. Doch damit nicht genug: Hinzu kam, dass die Lichttechnik an die ebenso veralteten Regale angepasst war. Es sollten vor allem im Rahmen der Renovierung auch die Regale ausgewechselt werden, damit der Besucher und Buchinteressent die Medien übersichtlich und toll ausgeleuchtet präsentiert bekommt. Die Rollregale lassen Bewegung zu, das verbessert die Neusortierungen oder Bestückung für die ehrenamtlichen Helferinnen sehr. Unter Beigabe des Finanzierungsplanes hatte sich eine Unterdeckung ergeben, von der die Main-Kinzig und Oberhessen-Stiftung einen nicht unwesentlichen Teil übernommen hatte.

Ines Fischer ließ in ihrer Begrüßung aber auch einen Blick in die Geschichte der Bücherei zu. Seit 1905, also seit 117 Jahren, werden Bücher verliehen von der Bücherei, die seinerzeit unter der Ägide von Pfarrer Dangel entstanden war. 1966 zog die Bücherei ins Sturmiushaus um, was eine wesentliche Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Bücherei zur öffentlichen Volksbücherei war. Oberstudienrat Wolz hatte einen bedeutenden Beitrag zu dieser Verlegung geleistet und er betrieb auch die Beantragung öffentlicher Mittel, für deren Verwendung und Vergabe die „Staatliche Volksbüchereistelle“ in Wiesbaden zuständig ist. Die Auszahlung erfolgt jeweils über die Kommunen, woran sich seit 1969 nichts verändert hat. Damals hatte der Kirchenvorstand beschlossen, einen ersten Antrag zu stellen. Die Bücherei wurde von Pfarrbücherei in Volksbücherei umbenannt.

14 000 Medien werden im Jahr verliehen

Während des Umbaus des Sturmiushauses ruhte der Betrieb, wurde aber 1989 mit viel Elan und ehrenamtlichem Engagement von Anton Kreis und seiner Gattin Ulla betrieben. Fortan erfolgten immer wieder Vergrößerungen und Erneuerungen. Mittlerweile belaufen sich die Ausleihen auf etwa 14 000 im Jahr. Fischer dankte ihren ehrenamtlichen Helferinnen, ohne die die Bücherei nicht in der bekannten Weise funktionieren könnte. Danke sagte sie dem Räumtrupp, der innerhalb eines Samstags den Raum für die Renovierung geleert hatte. Fischer dankte ebenfalls für die gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde, aber auch vor allem den Spendern, wozu auch die Diözese gehört. Lob geht auch an die Firmen Giese für die Beleuchtung, an die Firma Noll für die Farb- und Bodenarbeiten sowie an die Firma Portmann für die Innenausstattung.

Pfarrer Rödig ergriff anschließend das Wort und richtete Grüße der Kirchengemeinde aus. Auch ihm sei es ein Bedürfnis allen zu danken, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben. Er sprach kurze Gebete und segnete „vorsichtig mit Weihwasser“ den neuen Raum. Er wolle ja nicht die Medien beschädigen, sagte er, und rief dazu auf, besonders auch die Kinder dazu zu motivieren, öfter ein Buch zu lesen. Grußworte sprach auch Bürgermeister Eitz, der ebenfalls herzlich für die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bücherei dankte. Gerne unterstütze auch die Gemeinde mit einem jährlichen Zuschuss den Unterhalt der Volksbücherei, die für eine Gemeinde wie Freigericht einfach unabdingbar und sehr notwendig sei, denn ein Buch zu lesen sei allemal besser, als auf dem Handy zu „daddeln“.

Stiftung: Spende ist auch als Motivation gedacht

Nun überreichten Norbert Ross und Michael Harth den Unterstützungsscheck in Höhe von 5 000 Euro, den die Stiftung gerne für die überaus gelungenen Renovierung ausgestellt habe. „Wir unterstützen gerne Projekte, die sich vorrangig an Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen richten“, so Norbert Ross, der wie auch Michael Harth davon sprach, dass der Zuschuss gerne gewährt worden sei. Dies solle auch eine Motivation dafür sein, dass das Bücherei-Team sich auch künftig so intensiv um die Kunden kümmere und die Bücherei mit stetiger Auffrischung neuer Literatur auf einem sehr guten Stand halte. Bei einem Glas Sekt oder Orangensaft wurde auf das Ergebnis angestoßen.