Neues Selbstlernzentrum an den Beruflichen Schulen Gelnhausen eröffnet

Wo lernen Spaß macht

Am Anfang war eine nicht mehr zeitgemäße und nicht zum Lernen in einer angenehmen Atmosphäre geeignete Schulbibliothek. Doch zu Beginn des Jahres 2025 machte sich die Schulgemeinde der Beruflichen Schulen auf den Weg, um aus den beiden unattraktiven Räumen etwas Neues zu entwickeln. 

Zuerst überlegte die AG Deankbar – eine Arbeitsgruppe der Schule, in der alle Gruppen der Schule vertreten sind: Schüler, Lehrer, Schulleitung usw. Es entstand eine Vision, die Stück um Stück weiterentwickelt wurde. Doch schon bevor die ersten Ideen entstanden, war klar, dass für das Vorhaben auch eine Menge Geld benötigt wird.

Schon früh war klar, dass sich die Schulgemeinde an der Finanzierung beteiligen will und nicht einfach den Main-Kinzig-Kreis als Schulträger um die Vollfinanzierung bitten würde. Letztlich sollte dies unter dem Motto „Eigentum verpflichtet“ eine enge Bindung der ganzen Schulgemeinde an das Projekt schaffen.

Nach den ersten Kostenschätzungen wurde klar, dass die von der Gesamtkonferenz zurückgestellten 20.000 Euro nicht reichen würden. An dieser Stelle reifte der Gedanke die Main-Kinzig und Oberhessen um finanzielle Unterstützung zu bitten. Schon schnell wurde klar, dass das spannende Projekt gefördert würde. Um so erfreuter war die Schule, dass ganze 5.000 in das neue Selbstlernzentrum der größten Beruflichen Schule Hessen fließen würde. 

Am Ende kamen über weitere Sponsoren, Elternspenden, das Team des schulischen Tradity – Börsenplanspiels und den Schulförderverein insgesamt 28.000 Euro zusammen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 75.000 Euro musste am Ende nur etwa ein Drittel vom Schulträger aufgebracht werden. So lobte auch der Schuldezernent Jannik Marquart bei der Eröffnung: „Es freut mich besonders, dass das Selbstlernzentrum aus der Schulgemeinde heraus entstanden ist und von ihr vorangetrieben wurde. .Gemeinsam wurden die wichtigen Fragen beantwortet, alle haben an einem Strang gezogen und herausgekommen ist ein großartiges Ergebnis. Machen Sie weiter so. Sie sind und ihr seid ein Vorbild für andere.“ 

Zuvor hatte Schulleiter Rainer Flach die Entwicklung nachgezeichnet, die schließlich zum Entstehen des Selbstlernzentrums geführt hatte: Die Beruflichen Schulen mit ihren 3.300 Schülerinnen und Schülern sowie 200 Lehrkräften verfügten in der Vergangenheit über „eine winzige Bibliothek“, so der Schulleiter. Nachdem Pläne des Main-Kinzig-Kreises für das ehemalige Joh-Gebäude aufgegeben werden mussten und damit auch die Idee, dort das Medienzentrum des Kreises, die Gelnhäuser Stadtbibliothek und die Bücherei der Beruflichen Schulen unterzubringen, habe die Schulgemeinde vor einem Jahr beschlossen, selbst für Abhilfe zu sorgen. Als Grund führte er an: „In der winzigen Bücherei waren die Bücher schwer zugänglich, das Ambiente abgenutzt, der Lernort selbst nicht mehr zeitgemäß.“ 

Beim Ausräumen der alten Bibliothek hat die ganze Schulgemeinde angepackt: Regale geschleppt, Bücher gesichtet und entsorgt, Teppichboden rausgerissen und Staub geschluckt. Entstanden sind zwei helle Räume mit moderner Ausstattung. Während im ersten, größeren, Sitzmöbel und Tische zum Selbststudium einladen, befinden sich im zweiten, etwas kleineren Bildschirmarbeitsplätze, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und andere Medien. Auf Rollwagen können Lernmaterialien zusammengestellt und in den Unterricht mitgenommen werden. Bücher werden nach den Worten von Schulbibliotheksbeauftragten Ingo Köhler so präsentiert, dass die Schülerinnen und Schüler Lust bekommen, sie anzufassen, hineinzuschauen und schließlich zu lesen. 

Maira Ullah, Schulsprecherin und Mitglied der Schulkonferenz, betonte, Schule sei mehr als Unterricht. Sie sei ein Ort, an dem Zukunft entstehe. Im neuen Selbstlernzentrum könnten Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen und dabei auch lernen, Verantwortung zu übernehmen. Das eigene Potenzial auszuschöpfen sei besser möglich, wenn ein Raum gut ausgestattet sei. Sie freue sich darauf, dass der Raum von nun an mit Leben gefüllt und gut genutzt werde.

Weitere Grußworte hielten der Personalratsvorsitzende Ingo Köhler, Christian Litzinger, Bürgermeister der Stadt Gelnhausen, sowie Norbert Ross, Vorstandsvorsitzender der Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung.

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